Ihr Projekt findet in der Wüste des Nahen Ostens statt, wo die Temperaturen 50 °C erreichen. Oder es befindet sich im Norden Kanadas, wo es drei Monate lang konstant -30 °C kalt ist.
Unter diesen Bedingungen ist ein Standardcontainer kein Haus, sondern eine Todesfalle. Eine unisolierte Stahlbox wird zum Backofen oder Eisschrank.
Meiner Erfahrung nach lassen sich 90 % aller Beschwerden von Arbeitern an Standorten in extremen Klimazonen – von hoher Fluktuation bis hin zu niedriger Arbeitsmoral – auf einen einzigen Fehler zurückführen: mangelhafte Isolierung.
Ihre Energiekosten für „aktives“ Heizen oder Kühlen (Klimaanlagen laufen rund um die Uhr) werden astronomisch hoch sein. Ihr eigentliches Problem ist jedoch der „passive“ Schutz. Dies ist nicht nur ein Leitfaden für isolierte Containerhäuser, sondern ein praktischer Ratgeber zur Auswahl des richtigen Dämmmaterials für Ihr Bauvorhaben.
Der „Aktiv“-vs.-„Passiv“-Trugschluss
Viele Projektmanager denken: „Ich installiere einfach eine größere Klimaanlage.“ Das ist die „aktive“ Lösung, und sie ist ein Albtraum in Bezug auf die Gesamtbetriebskosten.
Die „passive“ Lösung ist der Behälter selbst. Ein gut isoliertes Gerät hält die Temperatur, sodass Ihre Klimaanlage oder Heizung nur 20 Minuten pro Stunde läuft, nicht 60.
Der Schlüssel liegt im Sandwichpaneel. Es bildet die „Haut“ Ihres Modulgebäudes und ist der entscheidende Faktor für eine erfolgreiche Klimatisierung.
Materialanalyse im Detail: Die Wahl des richtigen Schutzmaterials (PU vs. Steinwolle vs. EPS)
Als Hersteller liefern wir alle drei. Hier ist die klare, schnörkellose Aufschlüsselung dessen, was Sie tatsächlich benötigen.
1. Polyurethan (PU)-Platten: Der Klimakönig
Wenn die Temperatur Ihr Hauptfeind ist, ist PU die beste Lösung Ihrer Klasse.
Polyurethan (PU) ist ein hochdichter Schaumstoff, der zwischen zwei Stahlschichten eingespritzt wird. Es besitzt den höchsten Wärmedurchgangskoeffizienten (R-Wert) pro Zoll aller gängigen Materialien.
- Am besten geeignet für: Extreme Kälte (Sibirien, Kanada) oder extreme Hitze (Naher Osten, Afrika). Eine 75 mm oder 100 mm PU-Platte bietet eine unglaubliche Wärmeeffizienz
- Der Kompromiss: PU ist in der Regel der teuerste Teil pro Panel.
- Das Urteil: Bei langfristigen Projekten (mindestens 2 Jahre) in extremen Klimazonen amortisieren sich die anfänglichen Investitionen durch die Energieeinsparungen der PU-Technologie. Sie ist die kostengünstigste Lösung.
2. Steinwollplatten (Mineralwolle): Der Alleskönner
Wenn es Ihnen auf Sicherheit und Schallschutz ankommt, ist Rockwool die richtige Wahl.
Steinwolle wird aus versponnenen Basaltfasern hergestellt. Ihr Wärmedämmwert (R-Wert) ist zwar sehr gut (besser als EPS, aber nicht so hoch wie PU), ihr eigentlicher Wert liegt jedoch woanders.
- Am besten geeignet für: Projekte mit strengen Brandschutzbestimmungen oder hohem Lärmpegel.
- Brandschutz: Rockwool ist nicht brennbar der Klasse A. Für ein Arbeiterlager mit hoher Dichte, in dem Brandrisiko ein wichtiges Anliegen im Bereich Gesundheit, Sicherheit und Umwelt ist, schreiben viele große EPC-Kunden Rockwool vor
- Schalldämmung: Es ist ein fantastischer Schalldämmer. Wenn sich Ihr Camp neben Generatoren, schweren Maschinen oder einer Verarbeitungsanlage befindet, sind mit Rockwool verkleidete Schlafsäle die einzige Möglichkeit für Ihre Nachtschicht, überhaupt Schlaf zu bekommen
- Produkt ansehen: Spardose Glaswolle / Steinwolle Sandwichpaneele
3. EPS-Platten (Polystyrol): Der kostengünstige Standard
EPS ist der Ihnen bekannte weiße, perlenförmige Schaumstoff. Er ist aus gutem Grund der Industriestandard.
- Am besten geeignet für: Projekte in gemäßigten Klimazonen oder mit begrenztem Budget.
- Das Urteil: Es bietet eine gute, grundlegende Wärmedämmung und ist die kostengünstigste Option. Es ist die perfekte Wahl für Baustellenunterkünfte in weiten Teilen Südostasiens, Südamerikas oder des gemäßigten Europas.
- Produkt ansehen: EPS-Sandwichpaneele für Geldkassetten
Auf einen Blick: Vergleich von Dämmstoffen
| Material | Wärmedämmung (R-Wert) | Brandschutz | Schallschutz | Kosten |
| PU (Polyurethan) | ★★★★★ | ★★☆☆☆ (Feuerhemmend) | ★★☆☆☆ | $$$ |
| Steinwolle | ★★★★☆ | ★★★★★(Nicht brennbar) | ★★★★★ | $$$ |
| EPS (Polystyrol) | ★★★☆☆ | ★☆☆☆☆ (Feuerhemmend) | ★☆☆☆☆ | $ |
Jenseits der Wände: Vergessen Sie nicht die "undichten" Stellen
Eine perfekte Wandverkleidung ist nutzlos, wenn das Gebäude nicht abgedichtet ist. Bei der Spezifizierung Ihrer isolierten Containerhäuser für den Feldeinsatz müssen Sie außerdem Folgendes fordern:
1. Wärmebrückenfreies Design: Der Stahlrahmen selbst kann Wärme/Kälte leiten. Eine gut konstruierte Anlage verwendet sogenannte „Wärmebrücken“, um zu verhindern, dass die Außentemperatur vom Rahmen nach innen übertragen wird.
2. Doppelverglaste Fenster: Eine einzelne Glasscheibe macht all Ihre Dämmbemühungen zunichte. Doppelverglasung ist in jedem extremen Klima unerlässlich
3. Abgedichtete Türen und Fugen: Alle Paneelfugen und Türrahmen müssen mit hochwertigen Gummidichtungen versehen sein, um Zugluft zu vermeiden.
Fazit: Mit dem richtigen Panel gewinnen Sie den Kampf gegen den Klimawandel.
Fragen Sie nicht einfach: „Wie viel kostet eine Einheit?“
Fragen Sie: „Welchen Wärmedurchgangskoeffizienten (R-Wert) hat Ihre 75-mm-PU-Platte?“ Fragen Sie: „Welche Brandschutzklasse hat Ihre Rockwool-Platte?“
Als erfahrener Lieferant robuster Unterkünfte für Ölfeld- und Bergbaulager wissen wir, dass die anfängliche Konstruktionsplanung entscheidend für den langfristigen Erfolg Ihres Projekts ist. Wir unterstützen Sie gerne bei der Auswahl der passenden Schutzkonstruktion für Ihre klimatischen Bedingungen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Welches Material eignet sich am besten für Fertigbau-Campunterkünfte? Um das „am besten“ zu bestimmen, müssen wir die Herausforderung definieren.
- Beste Wärmedämmung: Polyurethan (PU)
- Beste Feuer-/Schalldämmung: Steinwolle (Mineralwolle)
- Beste Kosten: EPS (Polystyrol)
Bei den meisten High-End-Bergbau- oder Öl- und Gasprojekten ist die Wahl fast immer Steinwolle oder PU
2. Wie heizt/kühlt man ein Containerhaus in einem extremen Klima? Man verwendet eine Strategie, die auf passives Heizen setzt.
1. Passiv: Verwenden Sie hochwärmedämmende Paneele (PU oder Steinwolle, 75–100 mm dick) und doppelt verglaste Fenster. Damit sind 80 % der Arbeit erledigt
2. Aktiv: Installieren Sie eine korrekt dimensionierte Klimaanlage. Da das Gerät „passiv“ isoliert ist, läuft Ihre Klimaanlage deutlich weniger, wodurch Sie erhebliche Mengen an Kraftstoff für Ihre Generatoren vor Ort sparen
3. Treten bei isolierten Containerhäusern Probleme mit Schimmel oder Kondensation auf? Das kann passieren, wenn die Konstruktion nicht fachgerecht ausgelegt ist. Kondensation (und anschließend Schimmelbildung) entsteht, wenn warme, feuchte Innenluft auf eine kalte Innenfläche trifft (eine sogenannte „Wärmebrücke“). Wir verhindern dies durch:
1. Verwendung einer dicken Isolierung, um die Innenwände warm zu halten.
2. Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Belüftung (Luftaustausch), insbesondere in Waschräumen und Küchen.
3. Verwendung von thermisch getrennten Konstruktionen im Stahlrahmen.
4. Was ist ein R-Wert und warum ist er wichtig? Der R-Wert ist ein Maß für den Wärmedurchgangswiderstand. Je höher der R-Wert, desto besser isoliert das Material. Ein hoher R-Wert bedeutet, dass im Sommer weniger Wärme eindringt und im Winter weniger Wärme entweicht. Er ist die wichtigste Kenngröße für ein isoliertes Containerhaus.